Grillen Sie nicht zu heiß!

 

Im Volksmund heißt es: Gegrilltes ist gesund und lecker, weil es fettarm ist, da beim Grillen das Fett abtropft.

Das stimmt so nicht, denn nur richtig Gegrilltes ist tatsächlich gesund und schmeckt auch gut. Das Krebsforschungsinstitut warnt vor zu stark gebräuntem Fleisch oder verkohlten Würstchen. Also nicht zu heiß grillen, denn das ist gesundheitsschädlich und schmeckt außerdem nicht besonders lecker. Beim Grillen und Braten ensteht sogenanntes HAA (heterozyklische aromatische Amine). Je heißer oder stärker gebräunt die Grillware – desto mehr HAA . Durch Verzehr und dadurch bedingt eine zu hohe Aufnahme an HAA wird das Dickdarm-Krebsrisiko um mindestens 50 % erhöht. Bei Hähnchenfleisch ist das Risiko am höchsten, denn es bildet ungefähr das Dreißigfache an HAA als Schweinefleisch, Rindfleisch oder Lamm. Wichtig ist also eine zwar heiße Glut, aber keine Flammen und kein Rauch.

Das Fleisch darf auch nicht zu ölig sein, denn wenn Öl in die Glut tropft raucht und brennt es. Beim Grillen kommt es darauf an, mit einer Hitze auszukommen, so gering wie nur möglich. Das erfordert Fingerspitzengefühl und etwas Erfahrung. Das zu stark gebräunte oder verkokelte Gegrillte schmeckt auch nicht. Es ist also dann auch kein kulinarischer Genuss. Das Fleisch wird trocken, zäh und schmeckt leicht bitter. Da hilft auch ein guter Dip oder eine hervorragende Marinade nicht mehr. Das Fleisch und die Würstchen sind dann praktisch ungenießbar.

Packen Sie Ihre Grillwaren, bei einer gut temperierten heißen Glut einfach 10 Minuten auf den Rost. Immer wieder wenden. Dann schmecken Fleisch und Würstchen hervorragend, sehr zart und absolut lecker. Bei einem Grill mit seitlicher Glut ist es einfacher und die Belastung ist auf jeden Fall deutlich geringer. Fleischwaren direkt in die Flammen geben ist absolutes Tabu. Hingegen Kartoffeln gut in Alufolie verpackt können durchaus direkt in der Glut liegen und schmecken mit einem Sahne-Kräuter-Dip ganz hervorragend. Auch Spar-Ribs können gut verpackt direkt auf den Flammen gegart werden. Ansonsten raten Experten Aluschalen beim Grillen zu verwenden, das verhindert das Heruntertropfen in die Glut.

Beachten Sie auch immer, dass Gegrilltes nicht eingefettet werden muss. Es brät in der Aluschale im eigenen Saft. Am besten bestreichen Sie Ihr Grillgut bereits einen Tag vor dem Grillen mit den Marinaden oder legen es über Nacht ein. Es gibt auch bereits marinierte Grillteller im Supermarkt, schon in einer Aluschale verpackt. Das ist eigentlich eine perfekte Lösung, außer Sie mögen es nicht. Dann können Sie die Alugrillschalen auch so im Fachhandel kaufen und selbst bestücken.